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Die Registrierung ist für aktive Mitglieder der Feuerwehr (Einsatzmannschaft, Kapelle, Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie des Jugendorchesters) möglich.

Da unser Jahresrückblick Florian Drais bereits Ende November Redaktionsschluss hat, bleiben immer einige Einsätze aus dem Vorjahr, über die es auch noch zu berichten gilt.

So wurden wir am 06.12.2009 zu einem Zimmerbrand in den Palestrinaweg gerufen. In einer Wohnung im 5. OG stand ein Raum, vermutlich durch eine Adventsbeleuchtung entzündet, in Flammen. Ein Trupp der FF Drais brachte das Feuer unter Atemschutz mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle.

Bereits am nächsten Abend wurden wir zu einem Kellerbrand in der Gustav-Mahler-Straße nachalarmiert. Hier halfen wir bei der Einsatzstellenbelüftung und bei den Nachlöscharbeiten und hatten 6 Feuerwehrkameraden unter Atemschutz im Einsatz.

Am 14.12.2009 gab es im Altenwohnheim Maria Königin eine Fehlalarmierung durch die Brandmeldeanlage.

Wir schlossen das Jahr 2009 mit 27 Einsätzen ab. Bis zum Redaktionsschluss hatten wir im Jahr 2010 bereits 51 Einsätze zu verzeichnen, weswegen hier nur auf die wichtigen eingegangen wird.

VU auf der L427: der beschädigte Pkw

Unser Einsatzjahr begann am Abend des 24.01.2010. Auf schneeglatter Fahrbahn waren auf der L427 in Höhe der Einfahrt Mainz-Lerchenberg Nord zwei Pkw frontal zusammengestoßen. Da die Straßenverhältnisse auch für die Retter ein schnelles Fahren nicht zuließen, waren wir eine längere Zeit allein an der Einsatzstelle. Die Fahrerin des einen Fahrzeugs konnte bereits vor unserem Eintreffen ihr Fahrzeug verlassen. Die andere Fahrerin hatte schwere Verletzungen im Beinbereich, war jedoch Gott sei Dank nicht eingeklemmt. Die Personen wurden von uns betreut, wobei es sich positiv bemerkbar machte, dass wir drei ausgebildete Rettungssanitäter in unseren Reihen hatten. Zur Sicherheit brachten wir noch die Schnellangriffseinrichtung in Stellung, der ursprünglich als Rauch erkannte Nebel war jedoch nur Dampf. Die stärker verletzte Person wurde dann nach Eintreffen des Rettungsdienstes durch die Heckklappe aus dem Fahrzeug geholt.

Wieder zu einer Meldung der Brandmeldeanlage im Altenwohnheim Maria Königin wurden wir am 29.01.2010 alarmiert. Die Anlage wurde jedoch nur durch Wasserdampf ausgelöst.

Am 07.02.2010 wurden wir mit dem Einsatzstichwort "Person absturzgefährdet" in die Regerstraße gerufen. Wie sich bei unserem Eintreffen heraus stellte, hatte eine offenbar verwirrte Person auf einer Fensterbrüstung des Hochhauses gesessen, war jedoch schon wieder in der Wohnung und wurde einer Betreuung übergeben.

Ein Dachstuhlbrand auf dem Layenhof rief uns am 09.02.2010 in den Nachbarausrückebereich. Obwohl es sich um den Vormittag eines Werktags handelte waren wir mit insgesamt 21 Einsatzkräften zur Stelle. Bei kalten Außentemperaturen führten wir Nachlöscharbeiten durch und hatten 10 Kameraden unter Atemschutz eingesetzt.

Die Einsatzkräfte (v.l.n.r.) S. Molitor, J. Pfeifer, A. Molitor und F. Erbes, teilweise

Die Einsatzkräfte (v.l.n.r.) S. Molitor, J. Pfeifer, A. Molitor und F. Erbes, teilweise "schwer gezeichnet" vom Atemschutzeinsatz beim Dachstuhlbrand am Layenhof.

Zu einem Kaminbrand in der Daniel-Brendel-Straße wurden wir am 17.02.2010 alarmiert. Während der Kamin ausgekehrt wurde, haben wir zur Sicherheit ein C-Rohr in Stellung gebracht.

Das Sturmtief Xynthia bescherte uns am 28.02.2010 eine Reihe von Einsätzen im ganzen Stadtgebiet. In Bretzenheim war ein größerer Baum auf die Oberleitung und die Gleisanlage der Straßenbahn gestürzt. In Gonsenheim sicherten wir eine lose Dachhaut auf einem Kindergartengebäude. Eine Vielzahl von abgeknickten und umgestürzten Bäumen galt es für unsere Wehr zu beseitigen. Als wir nach etwa acht Stunden wieder in Drais waren hatten wir über zwanzig Einsätze abgearbeitet.

Am 07.04.2010 mussten wir einen kleinen Waldbrand löschen. In einem Waldstück hinter dem Carl-Zuckmayer-Schulzentrum auf dem Lerchenberg hatte sich Laub entzündet. Mit dem Schnellangriff unseres Löschfahrzeugs war der Brand schnell gelöscht.

Am 22.05.2010 brannte es in einer sogenannten "Messie-Wohnung" im Brahmsweg im 7. OG. Nach kurzer Erkundung konnte unser Trupp unter Atemschutz den Schwelbrand in der völlig verwahrlosten Wohnung mit einer Kübelspritze löschen und die Wohnung lüften. Der Bewohner, der zunächst heftigen Widerstand leistete und uns nicht in seine Wohnung lassen wollte aus der heraus der Qual kam, wurde später einer Betreuung übergeben.

Zu einer Wachbesetzung der Feuerwache 1 wurden wir am 05.06.2010 alarmiert.

Zu einem schwelenden Elektroverteilerkasten rief uns die Polizei am 12.06.2010 in die Hermann-Hesse-Straße.

Unsere Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung mit Schwerschaum beim Großbrand in Mombach

m Abend des Fußballweltmeisterschaftsspiels Deutschland gegen Argentinien am 03.07.2010 hatten Sturmböen in der Straße Am Borner Weg einen Baum umgeknickt, der auf der Straße lag. Als wir den Baum beseitigten, hatten viele von uns ein Deutschlandtrikot unter der Uniform.

Das nächste Sturmtief, welches am 14.07.2010 über uns fegte, hatte den Namen Olivia und brachte uns wiederum eine Reihe an Einsätzen. Siebenmal mussten im Stadtgebiet Bäume beseitigt werden, von denen nach einem Umknicken Gefahr ausging. Da die Feuerwehr Mainz gleichzeitig einen Großbrand in einem Mombacher Abfallverwertungsbetrieb zu bekämpfen hatte, wurden wir nach vier Stunden Einsatztätigkeit zum Brand nach Mombach beordert. Dort beteiligten wir uns an den umfangreichen Löscharbeiten und hatten insgesamt 10 Einsatzkräfte unter Atemschutz im Einsatz. Diese Einsatzkette endete für die letzten unserer Wehr nach knapp 14 Stunden am kommenden Morgen um 10:00 Uhr ohne eine Minute Schlaf in den vergangenen 28 Stunden. Bei allem Eifer: das muss dann doch nicht jeden Tag sein.

Sturmtief Olivia: Ein Baum über einem Hauseingang in der Colmarstraße

Ein Grillfeuer hatte am 07.09.2010 Anwohner in der Gustav-Mahler-Straße erschreckt und annehmen lassen, es brenne im Gebäude. Die Reste des unbeaufsichtigten Feuers löschten wir mit der Kübelspritze ab.

Am 08.09.2010 führte uns ein Kleinbrand in den Lerchenweg. In den Nachbarausrückebereich wurden wir am gleichen Abend gerufen. In der Umgebung der Saarstraße hatte ein Landwirt Bauholz in der unmittelbaren Nähe einer Lagerhalle entzündet, was aufgrund der Rauchentwicklung von Autofahrern so interpretiert wurde, als sei die Halle in Flammen.

Nachdem sich die zuständige alarmierte Wehr und die in der Bereichsfolge nachalarmierte Wehr am Werktag den 15.10.2010 vormittags nicht meldeten, entschied sich der Einsatzleitung die Draiser Wehr zur Beseitigung einer Öl-spur größeren Umfangs zu alarmieren. Die Ölspur zog sich auf mehreren Kilometern durch den Stadtteil Gonsenheim und wurde durch die Mithilfe unserer 9 Einsatzkräfte mit Ölbindemittel aufgenommen.

Kurz nach Mitternacht am 25.10.2010 wurden wir nach Mombach zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Von unseren 21 in dieser Nacht herbeigeeilten Einsatzkräften durften jedoch nur 9 die Einsatzstelle anfahren, da mehr Kräfte nicht benötigt wurden. Vor Ort beteiligten wir uns an den Lösch- und Aufräumarbeiten und hatten hierbei sechs Einsatzkräfte unter Atemschutz im Einsatz. Der Einsatz endete für uns um 05:19 Uhr am Morgen.

Zum bislang letzten Einsatz in diesem Jahr wurden wir in den frühen Nachmittagsstunden des 22.11.2010 nachalarmiert. Wieder handelte es sich um einen Werktag, wieder um einen benachbarten Ausrückebereich und wieder um eine längere Ölspur. Auch hier hatte sich die zuständige Wehr nicht zeitnah in ausreichender Personalstärke gemeldet. Die zehn Einsatzkräfte unserer Wehr beteiligten sich daher an der Beseitigung der Ölspur, die sich auf einer Länge von mehreren Kilometern durch den Stadtteil Bretzenheim zog.

Ein einsatzreiches Jahr liegt fast ganz hinter uns. Herauszuheben ist die enorm gute Verfügbarkeit unserer Wehr auch in den Tageszeiten. Wir genießen daher derzeit den Ruf zu haben schnell und mit einer ausreichenden Anzahl an Atemschutzgeräteträgern einsatzbereit zu sein.

Dies ist natürlich auch dem derzeit hohen Personalstand zu verdanken, der mit 42 Aktiven im Einsatzdienst die zweitgrößte Freiwillige Wehr im Stadtgebiet bedeutet. Der Dank gilt hier allen, die zur Verfügung stehen unsere Wehr zu tragen und die notwendige Motivation hierfür mitbringen. Bleibt für uns zu hoffen, dass dies auch von den Entscheidungsträgern im politischen Raum entsprechend bedacht wird.

von Steffen Molitor
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